Wie bürste ich meinen Hund richtig? 🐶✨ 

Fellpflege für kleine Rassen – ganz ohne Stress & mit ganz viel Liebe

Du möchtest, dass dein kleiner Vierbeiner nicht nur hübsch aussieht, sondern sich auch rundum wohlfühlt? Dann ist die richtige Fellpflege ein ganz wichtiger Bestandteil im Alltag. Gerade kleine Rassen wie Malteser, Yorkshire Terrier, Havaneser, Kleinspitz und Pomeranian brauchen eine besonders achtsame und regelmäßige Pflege.

Denn: Bürsten ist nicht nur Kosmetik – es ist Gesundheitsvorsorge.

In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen Hund richtig bürstest, worauf du achten solltest und wo die häufigsten Fehler passieren.


Warum regelmäßiges Bürsten so wichtig ist 🧡

Vor allem bei kleinen Hunden entstehen Verfilzungen oft schneller, als man denkt. Hinter den Ohren, in den Achseln, am Bauch oder unter dem Geschirr bilden sich schnell kleine Knoten. Bleiben sie unentdeckt, werden daraus feste Filzplatten.

Das kann:

  • an der Haut ziehen und Schmerzen verursachen
  • Hautreizungen oder Entzündungen begünstigen
  • Parasiten verstecken
  • die Bewegung einschränken

Regelmäßiges Bürsten sorgt für:

✨ gesunde Haut
 ✨ bessere Durchblutung
 ✨ weniger Haarverlust in der Wohnung
 ✨ einen entspannten Hund, der Pflege kennt und akzeptiert


Fellpflege bei Malteser, Yorkie & Havaneser

(Einfaches Fell ohne Unterwolle – aber sehr filzanfällig)

Diese Rassen haben ein langes, seidiges Fell ohne Unterwolle. Es wächst kontinuierlich und verfilzt besonders leicht.

Wie oft solltest du bürsten?

Am besten 3–5 Mal pro Woche, bei längerem Fell sogar täglich.
Schon wenige Tage ohne Pflege können zu ersten Knoten führen.

Die richtige Technik 🪮

1. Nicht trocken „durchrubbeln“

Verwende ein leichtes Pflegespray oder einen Conditioner zum Einsprühen. Das schützt das Haar vor Bruch.

2. In Schichten arbeiten (Line Brushing)

Teile das Fell mit der Hand oder einem Kamm in kleine Partien.
Bürste immer von der Haut nach außen – Strähne für Strähne.

Ganz wichtig: Nicht nur oberflächlich drübergehen. Du solltest wirklich bis zur Haut durchkommen.

3. Mit dem Metallkamm kontrollieren

Zum Schluss mit einem feinzinkigen Metallkamm prüfen.
Gleitet er sanft bis zur Haut, ist alles gut gebürstet.

Geeignete Bürsten

✔️ Weiche bis mittlere Zupfbürste
 ✔️ Metallkamm mit zwei Zahnstärken
 ❌ Keine groben Unterwollrechen
 ❌ Kein starkes Ziehen oder Reißen

Sanft, ruhig und geduldig – das ist hier der Schlüssel.


Fellpflege bei Kleinspitz & Pomeranian

(Viel Unterwolle – doppeltes Haarkleid)

Diese Rassen besitzen Deckhaar und sehr dichte Unterwolle. Das sorgt für das typische flauschige Aussehen – bedeutet aber auch mehr Pflegeaufwand.

Wenn die Unterwolle nicht regelmäßig gelockert wird, „verbackt“ sie und es entstehen dichte Filzstellen direkt an der Haut.

Wie oft solltest du bürsten?

Mindestens 2–3 Mal pro Woche, im Fellwechsel gerne öfter.

So gehst du richtig vor ✨

1. Ebenfalls in Schichten arbeiten

Auch hier ist das Arbeiten in kleinen Partien wichtig. Nur oberflächliches Bürsten reicht nicht aus.

2. Unterwolle sanft lösen

Mit einer hochwertigen Zupfbürste hebst du die Unterwolle vorsichtig an.
Nicht reißen – lieber langsam und gründlich.

3. Unterwolle nicht komplett entfernen

Die Unterwolle schützt vor Hitze, Kälte und Sonne.
Zu starkes Ausdünnen oder gar komplettes Scheren kann die Fellstruktur dauerhaft verändern.

Geeignete Bürsten

✔️ Hochwertige Zupfbürste
 ✔️ Metallkamm zur Kontrolle
 ✔️ Mit Vorsicht spezielle Unterwollbürsten
 ❌ Spitzfell nicht einfach kurz scheren (außer medizinisch notwendig)


Häufige Fehler beim Bürsten ❌

  • Zu selten bürsten
  • Nur oberflächlich drübergehen
  • Filz mit Gewalt herausziehen
  • Mit falschen Bürsten arbeiten
  • Verfilzungen selbst mit der Schere herausschneiden (Verletzungsgefahr!)

Gerade kleine Hunde haben empfindliche Haut. Schmerzen beim Bürsten führen schnell dazu, dass dein Hund die Pflege zukünftig verweigert.


Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist 🐾

Manchmal sind Verfilzungen schon sehr fest, dein Hund ist empfindlich oder du bist unsicher bei der Technik. Das ist völlig verständlich.

Als mobile Hundefriseurin sehe ich besonders bei kleinen Rassen wie Malteser oder Pomeranian immer wieder, wie schnell sich unbemerkte Filzstellen bilden – vor allem hinter den Ohren oder unter dem Geschirr.

Ein regelmäßiger Termin bei einer erfahrenen Hundefriseurin hilft dabei:

✨ das Fell gesund zu erhalten
 ✨ Unterwolle fachgerecht zu bearbeiten
 ✨ Filz frühzeitig zu erkennen
 ✨ deinen Hund stressfrei an Pflege zu gewöhnen

Und das ganz entspannt bei dir zuhause – ohne Anfahrt, ohne Wartezeit, ohne zusätzlichen Stress für deinen Vierbeiner.


Fazit 💛

Richtiges Bürsten bedeutet:
Bis zur Haut arbeiten – aber sanft.

Ob Malteser mit seidigem Haar oder Pomeranian mit dichter Unterwolle – jede Fellstruktur braucht ihre eigene Technik und Regelmäßigkeit.

Mit etwas Übung wird die Fellpflege zu einem liebevollen Ritual zwischen dir und deinem Hund. Und wenn du Unterstützung brauchst, bin ich gerne für euch da.

Denn gepflegtes Fell ist kein Luxus – es ist Fürsorge. 🐶✨